Offizielle Bezeichnung: Demokratische Republik Georgien

Hauptstadt: Tbilisi (etwa 1,11 Million Einwohner)

Bevölkerung: etwa 10,5 mln Einwohner

Klima: West: subtropisch-feuchten Klima; Ost: trockenen und gemäßigten Kontinentalklima

Fläche: 69,700  qm

Religion: Georgisch Orthodoxe

Amtssprache: Georgisch

Währung: Lari (GEL)

Zeitzone: GMT+4

Georgien, die Landbrücke zwischen Europa und Asien, benimmt auf der Weltkarte einen winzigen Platz, so dass es nur sehr wenigen auffällt. Aber Georgien ist eines der ältesten Länder und eine der ältesten Kulturen der Welt. Auf dieser kleinen Landfläche der Erde sind über 4000 historische und geschichtliche Denkmäler angehäuft. Außerdem zeichnet sich das Land durch die Vielfalt der Landschaft, Flora und Fauna, Völkern und Sprachen. Lebensweise, Kultur, Traditionen sowie Sitten und Bräuche weisen einzigartige Besonderheiten auf. Den Besuchern in Georgien aber fällt als erste die außerordentlich hohe Kultur der Gastfreundschaft auf. Ein Sprichwort wie “der Gast ist von Gott” gesandt, ist für Georgier eines der höchsten Gesetze des Lebens. So dass sich Georgien über ideale Bedingungen für Kultur-, Studien-, Wein-, Gourment- und Wanderreisen verfügt. Georgien präsentiert sich offen und großzügig, so dass man sich schnell hier heimisch fühlen kann. Georgien ist ein Land, in das man sich leicht verlieben kann.

Kulturgeschichte

Georgien ist ein Land mit uralter Kultur, deren Ursprünge in die Tiefe der Jahrtausende zurückreichen. In Georgien stößt man auf Schritt und Tritt auf Spuren der Vergangenheit. Die Baudenkmäler, die zwischen dem 5.Jh.  v.Chr. und der Mitte des vorigen Jahrhunderts entstanden sind, künden von den reichen Traditionen und der hohen Baukultur. Wie die Felsbauten aus der Spätantike, die Sakralbauten, deren Anfänge in das 4. Jahrhundert zurückgehen, als Georgien das Christentum zur Staatsreligion erhob, und die zahlreichen aus dem 5. bis 13. Jh. erhaltenen Kirchenbaudenkmäler.

 

In den Kirchen und Klöstern sind bis heute herrliche Freskomalereien erhalten, die bereits in frühchristlicher Zeit entwickelt waren und etwas später ihre Blütezeiten erlebten. In den unterschiedlichen Malschulen des Landes wurde ein eigenständiger nationaler Stil entwickelt, der der georgischen Architektur angepasst war. Eine Reise zu den Kirchen und Klöstern offenbart den Besuchern die nationale Eigenständigkeit.

Georgische Kultur ist ohne volkseigene Folklore kaum vorzustellen. Das georgische Volkslied erobert alle durch seine Vielstimmigkeit. Wann diese besondere Form des Gesanges, die Mehrstimmigkeit entstanden ist, weiß heute niemand so recht. Xenophon schrieb im 4. Jh. v.chr. zum militärischen Aufmarsch eines georgischen Stammes: „Nach der Aufstellung begann einer zu singen, alle anderen stimmten ein und singend zogen sie voran“. Die Georgier glauben, dass  es den polyphonen Gesang gibt, solange es das georgische Volk gibt, es sei ein ursprünglich georgischer Gesang.

Geographie und Natur

Georgien ist nicht einmal 70 000 Quadratkilometer groß, aber zeichnet sich durch die Vielfalt der klimatischen Bedingungen aus. Auf das Klima Georgiens machen die Bergketten des großen und kleinen Kaukasus und das Schwarze Meer große Auswirkungen. Der große Kaukasus schützt das Land von den kalten Luftmassen aus Norden, von den trockenen und heißen Sommerwinden aus Irak und Iran wird  es aber durch den kleinen Kaukasus geschützt. Die westliche Grenze von Georgien, das Schwarze Meer, erwärmt das Land bis ins Landesinnere. Deshalb ist das Klima in Westgeorgien feucht und subtropisch. Das Klima von Ostgeorgien ist eher trocken und kontinental. In Gebirgsregionen aber herrscht das alpine Klima.

Die vielfältige klimatische Bedingungen und erstaunliche Vielfalt der Landschaftsformen bedingen eine abwechslungsreiche Pflanzenwelt. Hier wachsen 13,000 Pflanzenarten, von denen rund 4,000 endemisch, nur in diesem Raum heimisch sind. Georgien verfügt sich über 11 Naturschutzgebiete, die insgesamt etwa 7% der Landesfläche benehmen.

 

Die reizvolle Landschaft Georgiens lockte über Jahrhunderte nicht nur Reisende und Forscher, sondern auch Feinde an. Die zwischen Europa und Asien liegendes Land – “Kreuzung am Weg der Völker” genannt – wurde immer wieder von fremden Großmächten  unterworfen. Die Eroberer – Griechen, Römer, Byzantiner, Araber, Perser, Mongolen, Türken, Russen – wechselten einander ab und verwüsteten Georgien bei ihren Raubzügen immer aufs Neue. Trotzdem konnten die Georgier Ihre Kultur, Religion und nationale Identität bewahren.

Küche und Weintradition 

Georgien hat eine köstliche und abwechslungsreiche Küche. Das Geheimnis des schmackhaften Essen sind die frischen Zutaten, Kräutern, Gemüsen, Früchten und natürlich die traditionelle Rezepte. Die traditionellen Gerichte werden im ganzen Land zubereitet, dennoch jede Region bietet eigene Spezialitäten.

 

Der wichtige Bestandteil der georgischen Kultur ist der Wein. Die Wissenschaftler behaupten, dass hier vor ca.  6-8.000 Jahren v. Chr. Menschen die ersten Reben kultiviert und auch den ersten Wein hergestellt haben. In Georgien wachsen ca. 500 Rebsorten, von denen viele autochton sind. Die Weinbaukultur soll sich sogar von hier aus in alle Welt ausgebreitet haben. Nur sehr wenige wissen davon, dass es nur zwei Methoden der Weinproduktion in der ganzen Welt gibt: Georgische und Europäische. 

Nach der georgischen Methode werden die zerdrückten Trauben samt Haut, Kernen und Stielen in große keramische Gefäße gegeben, die in die Erde eingelassen sind. Die alkoholische Gärung verläuft mit der gesamten Menge der Maische. Nach Gärende wird das traditionelle georgische Gefäß, Qvevri genannt, vollgefüllt und mit dem Deckel geschlossen. Diese Gärperiode dauert bei Weißwein bis zu sechs Monate, was dem Qvevriwein den besonderen Geschmack gibt.

Die georgische Weinherstellungsmethode ist in die 

Liste des Weltkulturerbes aufgenommen worden.

 

Gehe einmal im Jahr irgendwohin, wo du noch nie warst. 

Dalai Lama

Arcus Tours LLC

Your reliable partner in Armenia and Georgia

(374) 10 522 721

info@arcoustours.com

V. Sargsyan 26/3, Office 703, Yerevan, Armenia